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Einstiegsgeld

© Anne Katrin Figge

Allgemeine Informationen zum Einstiegsgeld:

Eine weitere Möglichkeit auf eine Förderung der Selbstständigkeit bietet das sogenannte Einstiegsgeld.

Betroffen davon sind Personen, die sich als ALG II Empfänger selbstständig machen möchten und aus der Arbeitslosigkeit heraus in eine hauptberufliche Tätigkeit wechseln. Die Höhe des Einstiegsgeldes wird dabei individuell bestimmt und setzt sich aus dem bisherigen Arbeitslosengeld II + einer Bonuszahlung zusammen. Diese ist abhängig von der vorherigen Dauer der Arbeitslosigkeit und der Größe der sogenannten “Bedarfsgemeinschaft”, in der Sie als Existenzgründer leben. Diese betrifft Ihr soziales Umfeld, wie z.B. Wohung, Anzahl der im Haushalt lebenden Personen oder Kinder. Zudem ist der Zuschuss eine Ermessensleistung. Ein rechtlicher Anspruch darauf besteht nicht. Die Dauer der Förderung beträgt normalerweise 12 Monate, eine Verlängerung um weitere 12 Monate ist jedoch möglich. Der Anspruch erlischt, wenn Empfänger nicht mehr als hilfsbedürftig eingestuft wird.

Antrag auf Einstiegsgeld:

Sprechen Sie mit Ihrem Betreuer der Bundesagentur für Arbeit und beschaffen Sie sich die Antragsformulare für das Einstiegsgeld bei einem persönlichen Termin.

Zur Bewilligung des Antrages muss, wie bei den Anträgen für Überbrückungsgeld oder Existenzgründerzuschuss auch, ein Businessplan erstellt werden. Hier ist jedoch keine fachkundige Stellungsnahme notwendig. Der Businessplan sollte folgende Unterlagen enthalten: 

•Kurzbeschreibung des Existenzgründungsvorhabens
•Finanzierungsplanung
•Umsatz- und Rentabilitätsvorschau
•Lebenslauf

Nach dem Einreichen aller Unterlagen entscheidet der persönliche Ansprechpartner bzw. Fallmanager des Antragsstellers bei der Agentur für Arbeit über dessen Antrag auf Einstiegsgeld.

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